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Mitglieder-
versammlung

Montag, 13. November 2017, 19.30 Uhr

Alte Kaserne
Technikumstrasse 8
8402 Winterthur

(Gäste willkommen)

Am Donnerstag, 11. Mai 2017 trafen sich die Fluglärmorganisationen rund um den Flughafen Zürich und konnten sich, trotz regionaler Interessen, auf drei gemeinsame Forderungen einigen:

  • Nachtruhe einhalten: Die im Betriebsreglement vorgeschriebene Nachtruhe von 23:00 Uhr – 06:00 Uhr ist ohne Ausnahmen einzuhalten.
  • Lenkungswirksame Landegebühren erheben: Das Bundesverwaltungsgericht verlangt eben dies mit seinem Urteil vom 30. Oktober 2017. Der von der FZAG in die Vernehmlassung geschickte Vorschlag ist wegen seiner geplanten Unwirksamkeit zu ersetzen.
  • Lärmreduktion bis zur Erreichung des bewilligten Rahmens: Die heutige Lärmbelastung ist wesentlich höher als das gültige Betriebsreglement erlaubt.

BR Doris Leuthard und RR Carmen Walker Späh haben schon mehrfach geäussert, dass sie sich für die Einhaltung der Nachtruhe einsetzen werden. Sie sind nun gefordert, den Worten endlich Taten folgen zu lassen!

Aber die Fluglobby versucht, das Kapazitätsprogramm SIL 2 beliebt zu machen und will noch mehr.

In der NZZ wurde einmal mehr über das nicht Einlenken Deutschlands zum klinisch toten, für die Schweiz grottenschlechten Staatsvertrag gejammert.
Die NZZ blendet jedoch aus, dass die Arroganz der Fluglobby diese Situation herbeiführte. Zuerst gingen die Zuständigen von Kanton, Flughafen und Bund damals nicht auf die Klagen zur Überschreitung der damals gültigen Anzahl Flugbewegungen über dem süddeutschen Raum ein, bis Deutschland mit der DVO dem arroganten und ignoranten Tun ein Ende setzte.
Moritz Leuenberger handelte in der Folge einen Staatsvertrag aus, der mehr Anflüge über deutsches Gebiet zuliess, als zu jener Zeit in einem Konzept der FZAG aufgeführt war. Aber die absolute Arroganz der Fluglobby verursachte die Versenkung jenes Staatsvertrags durch das Parlament in Bern. Die Fluglobby hat sich total verrannt – würde dies natürlich nie zugeben und schimpft nun, unter mithilfe der NZZ, über die bösen Süddeutschen.
Den jetzt bejammerten, aber, wie geschrieben, grottenschlechten Staatsvertrag handelte Doris Leuthard aus. Die Fluglobby jubelte trotz des, im Vergleich zum Leuenberger-Staatsvertrag, obermiesen Leuthard-Staatsvertrag.
Dass die Süddeutschen sich wehren hat sicher auch damit zu tun, dass sie die Salamitaktik der Fluglobby durchschaut haben. Bei uns hat diese Salamitaktik bis dato bestens funktioniert. Die Fluglobby machte Versprechen in eine Richtung, um sich die Hilfe einer anderen Richtung zu sichern.

Seit dem 11. Mai 2017 haben sich die Reihen gegen dieses spezielle Vorgehen der Fluglobby rund um den Flughafen geschlossen.

Die NZZ, offensichtliche Fluglobbyplattform, gab dem Duo Widrig (CEO FZAG) und Klühr (CEO Swiss) viel Raum, dass sie im Duett den Untergang der Schweizer Wirtschaft besingen konnten, lasse man ihnen nicht freie Hand.
Freie Hand in Form von unsinnigen Pistenausbauten und gesundheitsschädigenden Verlängerung der Betriebszeiten zulasten der Bevölkerung. Ohne die Intraplan zu nennen, verweisen sie auf die Studie der Münchner Fabulierungskünster bezüglich Flugbewegungen.
Wo Hohmeister, der frühere Swiss-CEO mit dem Weggang der Swiss nach Wien drohte, droht Klühr nun mit München. Der Ausbau in München ist durch eine Volksabstimmung blockiert ist ...
Klühr verlangt Kapazitätserweiterungen, welche nur Pistenausbauten zu bekommen seien. Das Pistensystem ist für 320'000 Flugbewegungen ausgelegt. Mehr als genug Luft für die Klühr’schen Träume!
Die Flugbewegungen halten sich auf dem Flughafen Zürich seit 2003 etwa gleich.
Widrig verlangt konkret den Ausbau der Pisten 10/28 und 14/32. Grosszügig übersieht er dabei, dass bei einem allfälligen Ausbau der Piste 14/32 der Moorschutz, der in der Bundesverfassung verankert ist, grob verletzt würde. Seit der Annahme der Rothenturm Initiative wurden Forderungen der Armee zurückgewiesen; Autobahnverläufe (Oberland Autobahn) müssen wegen des Moorschutzes neu geplant werden. Aber ein so volatiles und umweltschädliches Business wie die Fliegerei foutiert sich einen Dreck um solche Gesetze. Zeigt aber auch deutlich die abschätzige Haltung der Fluglobby gegenüber der Bevölkerung und der Umwelt. Die trotz der Mantra mässigen Wiederholung der leeren Phrasen Bevölkerungsschutz, zusammen mit der Bevölkerung, etc..

Jeder Betrieb hat sich an gesetzliche Auflagen zugunsten der Bevölkerung und der Umwelt zu halten. Aber die Fluglobby will freie Hand für alles. Nachtruhe ist störend – also wird sie als geschäftsschädigend dargestellt.
Die absolute Ignoranz gegenüber der direkt und indirekt betroffenen Bevölkerung und der Umwelt. Klühr verlangt kaltschnäuzig, dass für die Swiss und die Edelweiss die Kapazität am Flughafen erweitert werden müsse, weil sie Langstreckenflugzeuge haben. Eine total bekloppte, arrogante Einstellung Klühr’s: Egal wer darunter leidet, Hauptsache sein Arbeitgeber verdient viel Geld – auch wenn das auf Kosten der Gesundheit der Betroffenen und der Umwelt geht. Dafür wollen und müssen sie ja nicht geradestehen.
Es ist, wie wenn ein, an einer 3. Klassstrasse liegendes Transportunternehmen verlangt, weil sie Lastwagen haben, sei die Strasse zu einer grossen Hauptstrasse mit Autiobahnanschluss auszubauen.
Es gibt kaum arrogantere Einstellungen als jene der Fluglobby, deren oberstes Credo das ungebremste Wachstum ist. Egal was es andere kostet!

Widrig leiert ebenfalls gegen Süddeutschland. Vergisst aber grosszügig, wie eingangs erwähnt, weshalb es so weit gekommen ist. Mit einer gewissen Arroganz lassen sich sogar die selber gemachten Probleme auf andere abwälzen ...
Auf die Idee, sich selber etwas zu beschränken, kommen weder Widrig noch Klühr. Aus ihrer arroganten Sicht haben sich alle andern damit abzufinden, dass sie auf deren Kosten wachsen wollen. Sei das aus gesundheitlicher Sicht oder aus Sicht der der Umwelt.
Im Verwaltungsrat der FZAG sitzt der frühere CEO Felder, der einmal verlauten liess, er könne den Flughafen auch mit 250'000 Flugbewegungen erfolgreich führen. Widrig sollte sich mal an ihn wenden.

 

BFO, mit Durchblick im Nebel der Fluglobby

 

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