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Die Flughafen Zürich AG (FZAG) hat erstmals in einem Bericht an das Bundesamt für Zivilluftfahrt die Fluglärmbelastung nach den Vorgaben der Lärmschutzverordnung (Lärmmonitoringausgewiesen.

Das Resultat ist ernüchternd und alarmierend. Die zunehmende Fluglärmbelastung in den Tagesrandstunden, die wir schon lange verurteilen, zeigt eine markante Überschreitung der Grenzwerte. Eine von der FZAG gemachten, massiven Verletzung der Lärmschutzverordnung!

Die FZAG versucht sich einmal mehr mit der üblichen Leier (Verspätungsabbau, zu enges zeitliches Korsett) aus der Verantwortung zu stehlen. Zeitliche Korsetts, die jenem Klotens entsprechen, gibt’s auf den meisten Flughäfen.
Die richtige Aussage zu den ständigen Verspätungen tätigte die Skyguide vor einiger Zeit: Das Betriebskonzept ist überlastet. Mit andern Worten: die FZAG verkauft zu viele Slots. Flugzeuge können nicht zeitgerecht abgefertigt werden!
Die Zürcher Regierung hat das Problem erkannt. Die zuständige RR Carmen Walker Späh übt sich bisher jedoch hauptsächlich in Floskeln: man wolle ..., etc. Und schiebt die Verantwortung nach Bern ...

Passieren tut bis jetzt nichts. Trotz Möglichkeiten.
Da ist z.B. der regierungsrätliche und der stadträtliche Verwaltungsratssitz in der FZAG. Die VR-Sitze sind die Möglichkeiten, wo sich der Zürcher RR und der Zürcher Stadtrat direkt für die Bevölkerung einsetzen kann ...

Die FZAG hat gar noch mehr Lärm für die Anrainer beantragt:
Die geplanten Massnahmen reichen aber nicht aus, dass der bestehende genehmigte Lärm eingehalten werden kann. Deshalb hat die FZAG mit der Betriebsreglementänderung 2014 (BR2014Flughafen Zürich Nachweis der Lärmbelastung im Betriebsjahr 2015, Seite 1) im Oktober 2013 beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) die Erweiterung des genehmigten Lärms beantragt.

Beim BAZL scheint sich nun etwas zu tun. Es verlangt von der FZAG ein Massnahmenprogramm zur Reduzierung der Verspätungen.
Ob das schlussendlich Auswirkungen auf die Nachtruhe hat, bleibt offen. Die Luftfahrtlobby wird wohl einmal mehr den wirtschaftlichen Untergang der Schweiz beschwören, sollte man ihr nicht freie Hand lassen; resp. die Sperrzeitverletzungen legalisieren und gleich noch den Freipass für noch mehr Immissionen erhalten ...

Die Nachtruhe in Kloten ist von 23:00 Uhr bis 06:00 Uhr festgelegt.
Und diese Nachtruhe wird durch den Flughafen konsequent immer mehr verletzt. Bisher ohne Folgen für die Verantwortlichen.

Wir fordern, dass als erste Massnahme die gesetzeswidrige Betriebsverlängerung mit dem Titel „Verspätungsabbau“ ersatzlos gestrichen wird.
Betrachten Interessierte die An- und Abflugpläne der FZAG, kann festgestellt werden, dass die späten Starts gar nicht vor dem offiziellen Betriebsschluss um 23:00 Uhr abgefertigt werden können. Zu viele Slots werden verkauft!
Betriebsschluss 23:00 Uhr heisst, dass das Flugzeug um 23:00 Uhr in der Luft, also die Startpiste verlassen haben muss (Take off).

Für das andere Problem der Nachtruhestörung, die späten Anflüge ist ebenfalls die FZAG verantwortlich. Auch hier sind es die immer gleichen Flüge, die nach Betriebsschluss (23:00 Uhr) landen. Ginge die FZAG vor wie die FRAPO (Frankfurt), gäbe es keine Landungen nach 23:00 Uhr. In Frankfurt darf nur im Notfall nach Betriebsschluss gelandet werden!

Die FZAG hätte via Slotvergabe die Möglichkeit dafür zu sorgen, dass die Betriebszeiten eingehalten werden. Hätte ...

Die Betriebszeiten werden andernorts penibel eingehalten. Nur in Kloten haben die Flughafenbetreiber "staatlich" tolerierte Narrenfreiheit – massiv zulasten der Bevölkerung, wie der Fluglärmbelastungsbericht nun offiziell belegt.
Einerseits erteilt sich die FZAG selber die Sonderbewilligungen – und dies sehr grosszügig. Reicht sie am nächsten Tag der verantwortlichen Stelle beim Kanton ein. Dieser reicht sie dann weiter ans BAZL.
Ein Unding, sich selber Sondergenehmigungen auszustellen. Eine unabhängige Stelle hat die Bewilligung auszustellen, nicht die FZAG!

Andere Flugplätze anerkennen technische Defekte nicht als Notfälle, wie dies von der FZAG folgenlos praktiziert wird. Andernorts wird am nächsten Tag gestartet.
Dies geschah kürzlich mit jener koreanischen Maschine, die wegen des Ausfalls der Kommunikationstechnik in Stuttgart landen musste. Kloten wäre das Ziel gewesen. Die Maschine konnte erst am folgenden Tag nach Kloten fliegen – wegen der Betriebszeiten in Stuttgart (Starts bis 23:00 Uhr). Vor Kurzem "durfte" eine Maschine in Kloten um 00:30 Uhr abheben, nachdem ein technisches Problem behoben worden war ...
Verordnungen interessieren die Verantwortlichen der FZAG offenbar nur sehr marginal. Kurant normal in Kloten: Business first – Nachtruhe für die Bevölkerung ist nur störend.

In das gleiche Kapitel der Selbstherrlichkeit der Verantwortlichen der FZAG gehört wohl auch das Kapitel des "windigen" Pistenwechsels:
Bei einem Rückenwind von 6 bis 8 Knoten wird auf den Ostanflug gewechselt. Die Flugzeuge sind ausgelegt, um einem Rückenwind von 10 Knoten und einem Seitenwind von 30 Knoten standzuhalten; resp. manövrierfähig zu sein. Vor der DVO wurde problemlos mit höheren Werten, als von der IATA empfohlen, geflogen (Aussage eines ehemaligen Flugkapitäns). Andere Flughäfen, wie Genf oder Basel verfügen nur über eine Piste und dort ...
Es macht eher den Anschein, dass dieser "windige" Ansatz benutzt wird, um kreuzungsfrei Starten (Piste 32) und Landen (Piste 28) zu können. Ob das wohl von zu viel verkauften Slots herrührt?

Unsere vehemente Forderung nach Einhaltung der Nachtruhe von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr, zum Schutze der Bewohner und deren Gesundheit in der Flughafenregion steht seit unserer Gründung!

Zu den schädlichen Auswirkungen des Fluglärms kommen wir in unserem nächsten Newsletter.

 

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