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Die zuständigen RR wollten / wollen gar nichts gegen die Überschreitung der ZFI-Obergrenze machen
Vor zehn Jahren erfand alt Regierungsrätin Rita Furrer den ZFI, den gemäss ihr niemand verstehen muss - nur daran glauben, als toxisches Gegenmittel zur Volksinitiative "Für eine realistische Flughafenpolitik".
Seit 2008 (Ausnahme 2009) wird der ZFI überschritten.

Der ZFI, ausserhalb des Kanton Zürich nicht anerkannt, hat eine Obergrenze von 47'000 Lärmbetroffenen vorgesehen. Beim Überschreiten, schwadronierte die damals zuständige Regierungsrätin, werden Massnahmen ergriffen, um die Lärmgrenzen einzuhalten.
Als die Obergrenze, für Furrer offenbar überraschend schnell erreicht wurde, war die Bevölkerung schuld, die die schon längst bekannten Siedlungsgebiete bezog.
Ihr Nachfolger Stocker deklarierte den ZFI kurzer Hand zu einem Messinstrument und übte sich im Nichtstun.
Und dessen Nachfolgerin Walker Späh gibt dem 
Bevölkerungswachstum und Deutschland die Schuld, dass der ZFI nicht eingehalten werde.
Unglaubwürdig wirkt Walker Späh, indem sie auf Deutschland zeigt und beim 
Kapazitätserweiterungsprogramm (SIL 2, Südstart geradeaus) sich gegen eine mehr Sicherheit bringende und verspätungsmindernde Startvariante einsetzt.
Oder ging es ihr darum, ihre Wählerschaft im Süden nicht zu vergraulen?
So blieb sie bis jetzt, wie ihr Amtsvorgänger und ihre Amtsvorvorgängerin beim Reden und verbreiten warmer Luft …
Derzeit wird der ZFI um satte 36 Prozent überschritten!
 

Bevölkerungswachstum – selber Schuld …
Generell ist das Bevölkerungswachstum den politisch Verantwortlichen (RR Walker Späh, BR Leuthard, BAZL) eine bequeme wie billige Ausrede keine griffigen Massnahmen gegen den ständig wachsenden und subventionierten Flugverkehr in der Nachtruhezeit zu veranlassen.
Kein Thema 
sind Umweltbelastung, mögliche Gesundheitsschäden durch Flugemissionen, neue Erkenntnisse bezüglich Lärmschäden.
Die nach Betriebsschluss startenden und landenden Flugzeuge, deklariert als Notfälle, werden ständig mehr, was ein Punkt ist, 
der den ZFI in die Höhe treibt. Dass der Verspätungsabbau missbraucht wird, haben wir schon verschiedentlich angeprangert. Die Flugbewegungen in der nächtlichen Sperrzeit stiegen um weitere 4.2 Prozent - von 2'392 auf 2'492 Flüge!
Wie geschrieben, sind jedoch das Verbreiten warmer Luft und das Nichtstun in dieser Sache die Hauptbeschäftigungen der Zuständigen bei Bund und Kanton.
 

Massive Versetzung der Lärmschutzverordnung
Die Genannten scheuen sich offensichtlich, bei der Fluglobby die Einhaltung der Lärmschutzverordnung einzufordern. Griffige Massnahmen zu treffen und entsprechende Gebühren verordnen. Stattdessen wird lieber darüber "nachgedacht", den ZFI zu ändern – sprich weiterhin nichts gegen die Flugemissionen zu unternehmen.
Für echtes, den Betroffenen helfendes Nachdenken haben wir einen weiterführenden Vorschlag:
Schon seit Jahren verlangen wir eine realistische Messung des Fluglärms.
Der heutige Lärmmittelungswert LEQ16 geht massiv an der Realität vorbei. Verteilt das störende Lärmmoment (z.B. Aufwachen in der Nacht oder am frühen Morgen) auf 16 Stunden und behauptet dann, dass kein nennenswerter Lärm vorhanden sei.
Absurd eine solch untaugliche Messmethode – aber der Fluglobby und den zudienenden politisch Zuständigen (Regierungsrat, Bundesrat, BAZL) sehr dienlich.

Wir verlangen mit Nachdruck den LEQ1. Die einstündige Betrachtungsweise!
 

Massive überbewertete Wirtschaftswichtigkeit
Stehen Massnahmen zur Eindämmung der Flugemissionen an, so droht die Fluglobby mit dem wirtschaftlichen Untergang der Schweiz. Bei den politisch Verantwortlichen schaltet beim Wort "Wirtschaft" offenbar das Denken aus – und sie betätigen sich als Wasserträger und Sockenhalter der Fluglobby.
Menschen haben sich gefälligst anzupassen, damit die Fluglobby ihre unrealistischen Hub-Träume ungestört auf Kosten der betroffenen Menschen weiter verfolgen können. Verschätzen sich die Hub-Träumer, springt der Steuerzahler ein.
Gejubelt wird weil die 
Billigfliegerei nun auch auf Langstrecken ins Geschehen eingreift. Kein Wort zur Umweltbelastung; kein Wort zur Belastung der Menschen.
Der 
Missbrauch des Lärmfonds kümmern die Politiker (RR Walker Späh, Stapi Mauch) mit Sperrminorität im Verwaltungsrat nicht.
Die Folgen allfälliger gesundheitlich geschädigter der Anwohner hat die Flugindustrie nicht zu tragen.
Bei den Umweltschutzmassnahmen wird die Luftfahrt, trotz nachgewiesener hoher Schädlichkeit für Umwelt und Menschen ausgenommen und zahlt keine Steuern auf Kerosin. Die Bevölkerung wird zur Schönung der Bilanzen der Airlines mit den schädlichen Emissionen des Flugverkehrs eingedeckt.
Jeder KMU muss die Umweltvorschriften mit Lärmschutz, Abgasfiltern etc. einhalten. Sonst wird er massiv zur Kasse gebeten. Die KMU’s sind für unsere Wirtschaft sehr wichtig und müssen die Vorschriften einhalten.
Die Flugindustrie brachte es durch Lobbying so weit, dass sie davon ausgenommen sind. Und unsere Umweltministerin Leuthard, die das Pariser Klimaabkommen unterschrieb, handelt bei der Luftfahrt direkt gegen das Abkommen ...
Flugindustrie, eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit? Nein, die Fliegerei bleibt ein volatiles, wirtschaftlich instabiles Gebilde, das sehr leicht ins Wanken kommt. Bei Groundings muss die Allgemeinheit, via ALV etc. für die Kosten aufkommen.

Fluglärm, Flugimmissionen, erhöhtes Krankheitsrisiko wegen des Fluglärms, die dauerhaft zu hohe Lärmbelastung in der Flughafenregion - kein echtes Thema für die verantwortlichen PolitikerInnen.
Die verdeckte Subventionierung des Flugverkehrs - kein monetäres Thema für die verantwortlichen PolitikerInnen.
Das Ruhebedürfnis der Bevölkerung - kein wirkliches Thema für die verantwortlichen PolitikerInnen.

Statt jährlich das Überschreiten des ZFI entgegenzunehmen, denken wir bei den nächsten Wahlen daran, wer unsere Bedürfnisse nach Gesundheit und Nachtruhe wirklich vertritt!
Sollten Pistenausbauten unter der falschen Flagge "mehr Sicherheit" zu Abstimmung kommen, erinnern wir uns an alle bisherigen falschen Versprechen und Unwahrheiten bezüglich Sicherheit und Ruhe!

Ausserdem gehen den Zuständigen im Regierungsrat und Bundesrat samt BAZL die 
neusten Erkenntnisse und Studien zum Flugverkehr irgendwo vorbei. Gelesen werden diese Studien anscheinend nicht. Und entsprechend Schlüsse aus diesen alarmierenden Studien zu ziehen schon gar nicht.
In unserem Newsletter "
Fluglärm ist ein massives Gesundheitsrisiko" schrieben wir darüber.


Wir sind in Rage, dass die Bevölkerung der Flughafenregion weiterhin punkto Sicherheit und Lebensqualität hinter den Interessen der Fluglobby anstehen muss; dass die Klientelpolitik vor der Sicherheit kommt; dass die politisch Verantwortlichen versprechen alles Mögliche zu tun – aber nur Schwadronieren und warme Luft verbreiten!
 
BFO, immer für klare Worte
 
BÜRGERPROTEST FLUGLÄRM OST, 11.12.2017

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