News & Infos von Fluglärm Ost

 

31. Mai 2004

 

Projekt "Relief" oder wie man die Bevölkerung für dumm verkaufen will

 

Laut Sonntagszeitung will Regierungsrätin Dorothée Fierz mit dem Projekt Relief die Piste 28 verlängern und zur Hauptlandepiste machen.

 

Bürgerprotest Fluglärm Ost lehnt den Plan Relief mit aller Vehemenz ab und wird ihn mit allen Mitteln bekämpfen.

 

Die Absicht ist leicht durchschaubar. Mit dem Relief-Plan soll die Bevölkerung ausgetrickst werden. Man verspricht der Bevölkerung im Süden, sie hätten keine Südanflüge mehr, wenn sie dem Ausbau der Piste 28 zustimmen. Man weckt Hoffnung in anderen Bevölkerungsteilen, sie hätten dann weniger Fluglärm.

 

Die Piste 28 beschränkt die Kapazität des bestehenden Pistensystems auf ca. 350'000 Flugbewegungen. Die von Unique und dem Regierungsrat immer noch angestrebten Kapazitäten von 420'000 und mehr Flugbewegungen können nur mit einer Verlängerung der Piste 28, einer vollständigen Umkehrung der Flugrichtung und der Einführung des Dual-Landing erreicht werden. (Anflüge im Reisverschlusssystem von Osten und Süden, Starts nach Norden und Westen). Eine Verlängerung der Piste 28 öffnet dem Flughafen die Möglichkeit zum Mega Hub zu werden und die Lebensqualität im ganzen Kanton und auch ausserhalb zu ruinieren. Die Bevölkerung rund um den Flughafen hat mittlerweile die Hinterlistigkeit des Flughafens und ihrer Lobby zur genüge am eigenen Leib erfahren müssen. Wir glauben deshalb nicht, dass sie auf diesen Trick hereinfällt und ihre Lebensqualität selber ruiniert.

 

Völlig offen ist, wer den Ausbau bezahlen sollte. Unique steht finanziell auf wackeligen Füssen und wird auf lange Sicht kein Geld haben. Soll hier erneut der Steuerzahler durch die notwendig werdenden massiven Steuererhöhungen oder durch massive Budgetkürzungen für das ganze Ausgabenspektrum, zur Kasse gebeten werden?

 

Der unrealistische Vorstoss von Frau Fierz, der gute Beziehungen zum Unique Verwaltungsratpräsident Andreas Schmid nachgesagt werden, kommt einer Gefälligkeit an Unique gleich und zeigt, dass aus den Ereignissen der letzten Jahre immer noch keine Lehren gezogen wurden.

 

Leider ist es dem Regierungsrat zuzutrauen, dass er eine ganze Region den Expansionsgelüsten von Unique opfern würde! Um was für Einzelschicksale es sich dabei handelt, oder um welchen schützenswerten Lebensraum, kann der Regierungsrat eigentlich gar nicht wissen. Noch NIE war ein Vertreter der Kantonsregierung in einer vom Ostanflug betroffenen Gemeinde. Noch Nie wurden die Folgen des Fluglärms vor Ort selber in Augenschein genommen.

 

Das Doppelspiel der beide Regierungsräte Fierz und Fuhrer ist schockierend. Frau Fuhrer versucht gute Stimmung und Vertrauen zu schaffen und redet von offener Kommunikation. Gleichzeitig plant Frau Fierz einen heimlichen Überraschungscoup als Grundlage für die Mediation. Ist der Zürcher Regierungsrat als Teilnehmer an der Mediation, die auf Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufbaut, damit überhaut noch tragbar ?

 

Die von Bürgerprotest Fluglärm Ost unterstützte "Initiative für eine realistische Flughafenpolitik" ist deshalb wichtiger den je. Erst wenn Bewegungsbegrenzung auf 250'000 und 9 Stunden Nachtruhe festgeschrieben sind, sind alle Bevölkerungsteile sicher vor solchen unwürdigen Spielen. Wir rufen die Bevölkerung auf jetzt erst recht die Initiative, die von allen namhaften Bürgerbewegungen gemeinsam getragen wird, zu unterstützen.

 

Die kurze Pistenlänge ist nicht das einzige Problem der Piste 28, es gibt noch schwerwiegendere.

Dies sind die entscheidenden Sicherheitsprobleme, nicht die Pistenlänge oder ein (noch) fehlendes ILS.

 

Wer erinnert sich noch ? Im Jahr 2000 hatte Unique ihre Varianten orange, violett etc. präsentiert. Sie sollten die Vorraussetzungen schaffen um 420'000 Flugbewegungen und mehr abwickeln zu können. Bestandteile waren die Verlängerung der Piste 28, Dual Landing und ILS 28 und 34. Diese Varianten wurden inzwischen verworfen, nicht aber deren Zielsetzung. Es wird immer klarer, dass diese für die Bevölkerung verhängnisvollen Komponenten gut getarnt Stück für Stück realisiert werden. Der Vater dieser Varianten, der Umkehr der Betriebsrichtung und des Dual-Landing war Andrea Muggli (Quelle Lukas Hässig Kloten Clan Seite 146). Andrea Muggli ist heute Luftfahrt-Sicherheitsbeauftragter im UVEK ! Das Dual-Landing hat Unique bereits mit dem neuen Betriebsreglement vom 31. Dezember 2003 beim BAZL beantragt. Unique Verwaltungsratspräsident Andreas Schmid und Regierungsrätin und Unique Verwaltungsrätin Rita Fuhrer haben zwar immer wieder behauptet sie hätten kein Dual-Landing beantragt. Der von Unique geprägte Begriff "Dual-Landing" wurde von Unique kurzerhand in "koordiniertes Landen" umbenannt. Das Bazl hat schliesslich bestätigt, beides sei dasselbe. Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, a la Unique ! Die beiden ILS 28 und 34 sind im Bau, den Einsprachen wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Das Projekt Relief von Frau Fierz sieht eine Verlängerung der Pisten 28 vor. Wer hat noch Zweifel ?

 


 

30. Mai 2004

 

Die neuen Kraft im Osten

 

Weit über 500 Unterschriften hat der Osten bzw. der Verein "Bürgerprotest Fluglärm Ost" (BFO) alleine am letzten Samstag für die Volksinitiative gesammelt. Damit setzt der noch junge Verein ein klares Zeichen, dass er die neue Kraft im Osten ist. Ohne jegliche finanzielle Mittel einsetzen zu müssen, versteht es BFO seine Mitglieder und Aktivisten so zu motivieren, dass ehrenamtliches Wirken selbstverständlich wird.

 

Der Dank gilt sowohl den Aktivisten wie auch der Bevölkerung, die mit ihrem Engagement (Beitritt zum neuen Verein, Unterschrift für Initiative) zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

 

Bereits in Kürze werden Sie über neue Aktivitäten "der neuen Kraft im Osten" orientiert. Wir setzen auch in Zukunft unsere gesamte Energie für die Lebensqualität im Osten ein. Für uns stehen "Bewegungsbegrenzungen" und "Nachtruheverlängerung" nicht nur als geschriebene Buchstaben im Vereinsprogramm sondern sind für uns die Ziele, die wir für Sie und unseren Lebensraum erreichen möchten.

 

Sie können auch weiterhin auf uns zählen.

 

Bürgerprotest Fluglärm Ost

...die neue Kraft im Osten

 


 

18. Mai 2004

 

Bürgerprotest Fluglärm Ost lanciert kantonale Volksinitiative zur Bewegungsbegrenzung und Nachtruheverlängerung

 

Nach längeren Vorbereitungen ist es endlich soweit: Bürgerprotest Fluglärm Ost zusammen mit dem Dachverband Fluglärmschutz und 8 weiteren Bürgerorganisationen aus ALLEN 4 Himmelsrichtungen lancieren eine kantonale Volksinitiative.

 

Um was geht es?

Mit einer Ergänzung der Kantonsverfassung soll der Regierungsrat den verfassungsmässigen Auftrag erhalten, sich in Bern für eine Nachtruhe von 9 Stunden und ein Bewegungsbegrenzung von 250'000 Flugbewegungen pro Jahr einzusetzen. Mit dieser Massnahme signalisieren wir auch das Misstrauen gegenüber unserem Regierungsrat, der die bisherigen Beschlüsse des Parlaments zur Verlängerung der Nachtruhe und zur Bewegungsbegrenzung (auf 320'000!) nicht umgesetzt hat. Ob wir dieses Verfassungsrecht mittels Staatsrechtsbeschwerde bei Nichterfüllung umsetzen werden bzw. können, ist für uns heute nicht entscheidend. Wichtig sind die Signale aus der Bevölkerung: Vereint und gemeinsam für eine realistische Flughafenpolitik einzustehen! Die Initiative wird spätestens im Herbst 2007 zur Volksabstimmung gelangen.

 

Warum ist eine Initiative notwendig?

Die dramatischen Ereignisse der letzten Jahre (3 Flugzeugabstürze, zahllose Beinahezusammenstösse, gravierende Sicherheitsmängel, Swissair Grounding, beinahe Konkurs der Unique, weitreichende Fluglärmeskalation, Debakel um den Staatsvertrag und seinen Folgen, Abkoppelung von der Demokratie durch Notrecht) haben nicht gereicht um die Regierung zu einem Umdenken oder einer Neuorientierung in der Luftfahrtpolitik zu bewegen. Die Kantonsregierung ist zwar charmanter geworden, hat aber ihre gegen die Bevölkerung gerichtete Politik nicht geändert. Auch die Flughafenbetreiberin Unique hat durch die Einreichung des neuen Betriebsreglements klar gezeigt, dass ihr das Wohl der Bevölkerung völlig egal ist. Mit "flexibler Pistenbenützung", Schnellabrollwege, "Duallanding" und ILS 28 wird heute schon die Voraussetzung geschaffen, in der Zukunft weit mehr als 350'000 Bewegungen abwickeln zu können. An den alten Träumen wird stur festgehalten. Mit einer Initiative kann die Bevölkerung jetzt ein deutliches Zeichen setzten und direkt einen Kurswechsel der Regierung einleiten.

 

Welche Auswirkungen hat die Initiative

Sie hilft den Flugbetrieb auf die Bedürfnisse der Schweizer Bevölkerung und der Schweizer Wirtschaft auszurichten, bevor die unrealistischen Träume von der grossen Luftverkehrsdrehscheibe (Hub) zum definitiven Ruin der Schweizer Luftfahrt führen. Bis 1995 hatte der Flughafen weniger als 250'000 Bewegungen und war im Vergleich zu heute sorgenfrei. Heute sind wir nicht mehr sehr weit von 250'000 entfernt. Die 5. Flughafenausbauetappe wurde gemäss den Abstimmungsunterlagen für 250'000 projektiert und auf dieser Basis vom Volk angenommen. Eine bemerkenswerte Studie der ETH Zürich kommt zum Resultat, dass nur bei 10% der Flugpassagiere der Reisezweck beruflich ist. Die Initiative wird nicht, wie von den Gegnern vorausgesagt, die Schweizer Wirtschaft beeinträchtigen. Es werden ein paar Flüge gestrichen werden, für die ohnehin wenig Nachfrage besteht oder die unserer Volkswirtschaft wenig Nutzen erbringen. Dafür können Flüge die für die Schweiz wichtig sind endlich pünktlich abgewickelt werden. Qualität statt Quantität. Auch die Konsequenzen der Verlängerung der Nachtruhe sind nicht so gravierend wie die Gegner behaupten. Die Flüge die noch zwischen 22:00 und 23:00 Uhr stattfinden, können ohne grössere Probleme vorgezogen werden. Am morgen hat die Aufhebung der Ausnahmeregel für Frühankünfte zwischen 5:30 und 6:00 Uhr, die vorher permanent ausgenutzt wurde, auch nicht zur vorhergesagten Katastrophe geführt.

 

Was geschieht weiter?

Der Verein "Bürgerprotest Fluglärm Ost" als einziger Vertreter der Bevölkerung im Osten des Flughafens, sammelt in den nächsten Tagen und Wochen Unterschriften. Die benötigten 10'000 gültigen Unterschriften sollen an Veranstaltungen, Standaktionen und per Post zusammenkommen. Freiwillige Helfer sind herzlich willkommen. Diese Aktionen finden gleichzeitig im Norden, Westen und Süden statt. Unterschriftenbögen und Anleitungen können bei: Bürgerprotest Fluglärm Ost, Postfach 19, 8484 Weisslingen bezogen werden oder direkt auf www.fluglaerm-ost.ch heruntergeladen werden.

 


 

09. Mai 2004

 

Fragen an Frau Fuhrer

 

Guten Tag Frau Fuhrer

 

Ja, was bewegt ehemals Flughafen freundliche Bürger aus allen Himmelsrichtungen, eine kantonale Volksinitiative "für eine realistische Flughafenpolitik" zu lancieren und zu unterschreiben? Haben Sie sich diese Frage schon mal ernsthaft gestellt?

 

Eine solche Initiative lanciert man nicht wegen etwas Fluglärm, denn dann hätten z.B. wir hier im Osten schon vor 2 ½ Jahren Grund genug gehabt. Nein Frau Fuhrer, eine solche Initiative lanciert man, wenn seitens Flughafenverantwortlichen aus Politik und Wirtschaft keinerlei Bereitschaft zu einer  verantwortungsvollen ganzheitlichen Betrachtungsweise zu erkennen ist.

 

Selbst heute klammert man die soziale und ökologische Verantwortung zugunsten einer ausschliesslich ökonomisch orientierten Politik gänzlich aus. Wo bleibt bei den Flughafenverantwortlichen die Ethik auf normativer Ebene Frau Fuhrer (Ethik hat nichts mit politischer Gesinnung zu tun)?

 

Wir hören immer wieder die Argumente: Ein funktionstüchtiger Flughafen als Tor zu unseren ausländischen Geschäftspartner ist von enormer Bedeutung und sichert damit auch zahlreiche Arbeitsplätze.

 

Wir sind genau dieser Meinung, bitten Sie aber um Beantwortung der folgenden Fragen:

Die Menschen, die diese Volksinitiative lancieren und unterschreiben haben schlicht genug von diesen Lügen und dem ökonomischen und ökologischen Schwachsinn. Heute werden im ganzen Land auf schmerzvolle Weise die öffentlichen und privatwirtschaftlichen Service- und Dienstleistungen auf ein trag- und finanzierbares Niveau "heruntergefahren". Wieso nicht auch bei Unique, denn wohl kaum ein anderes Unternehmen tangiert (um nicht zu sagen schädigt) auf so drastische Weise Umwelt und Bevölkerung, wie dies der Zürcher Stadtflughafen inmitten dichter Besiedlung tut. Seit Jahren weisen wir auf unsere Flughafen freundliche Gesinnung hin. Ebenso auf unsere Bereitschaft, einen moderaten und kompromissbereiten Flughafen auch weiterhin zu unterstützen - erfolglos.

 

Unique und Zürcher Regierung hätten es in den Händen gehabt, mit dem Bekenntnis zu einer sinnvollen nationalen Luftfahrtpolitik, die Bevölkerung im Kanton Zürich weiterhin auf ihrer Seite zu haben. Heute stehen sie vor einem Scherbenhaufen als Folge einer einseitig auf die wirtschaftlichen und Wachstums orientierten Interessen der Unique ausgerichteten Politik.

 

Wann wachen Sie endlich auf und machen mit einer Beschränkung auf 250'000 Flugbewegungen (die anständig ausgelastet die wirtschaftlichen Bedürfnisse aller Interessengruppen mehr als nur komfortabel erfüllen) aus den sich "verarscht" fühlenden Menschen wieder Flughafenfreunde?

 

Persönliche Anmerkung des Webmasters:

Zu den grössten Aktionären von Unique und Swiss gehören nach wie vor Kanton und Bund oder mit anderen Worten - die Steuerzahler.

Genau diese Steuerzahler - also wir - bezahlen nun dafür, dass Unique massiv die Konkurrenz von Swiss fördert und diese damit weiter ins finanzielle Fiasko treibt.

Wir alle bezahlen also Steuergelder, damit unsere eigenen Steuergelder vernichtet werden.

Aber nicht genug damit; Wir bezahlen auch noch Steuergelder damit unsere Lebensqualität erheblich beeinträchtigt und unser Wohneigentum entwertet wird.

 

Wie blöd sind wir eigentlich ??

 


 

06. Mai 2004

 

Roadshow - Zwischenbilanz

 

Nach 5 durchgeführten Roadshows möchten wir einen kleine Zwischenbilanz ziehen. Ca. 600 betroffene Bürgerinnen und Bürger kamen an unsere Informationsveranstaltungen in Effretikon, Weisslingen, Bassersdorf, Winterthur-Iberg und Kloten. Die Themen "neues Betriebsreglement" und "neuer Verein" waren für die Interessierten Anlass genug, sich abends 2 Stunden zur "Informationsbeschaffung" zu reservieren.

 

Aufgrund der Einführung der Südanflüge und dadurch für die meisten BürgerInnen im Osten spürbare Entlastung, ist ein gewisses Desinteresse am Thema Fluglärm entstanden. Um so mehr konnten wir mit unseren Ausführungen zum neuen Betriebsreglement die Menschen motivieren, sich wieder vermehrt für die Lebensqualität Ihrer Wohngegend einzusetzen. Sie dankten es uns mit interessanten Fragen und vor allem mit Ihrer Mitgliedschaft. Wir werden Ende Mai gegen 500 Mitglieder zählen und hauptsächlich (und das ist enorm wichtig!!) über sehr viele Aktivisten verfügen. Dies erlaubt es uns, schnell und kostengünstig Veranstaltungen, Demos, Standaktionen und ähnliches durchzuführen.

 

Die nächsten grossen Themen, die wir anpacken werden, heissen: Volksinitiative und eine Veranstaltung über Entschädigung/Eigenmietwert.

 

Wir hoffen, auch in Zukunft auf eine zahlreiche Zuhörerschaft zu stossen und danken Ihnen an dieser Stelle für Ihr Vertrauen.

 

       

 


 

02. Mai 2004

Vier "Oscars" für Ralph Weidenmann

 

Die Wirtschaftszeitung CASH verleiht in Ihrer Ausgabe vom 29. April, vier 'Oskars' an Ralph Weidenmann "weil er dem Fluglärm rund um Zürich mit einer kantonalen Volksinitiative zu Leibe rückt". Natürlich hat er diese Initiative nicht im Alleingang auf den Weg gebracht aber wir freuen uns trotzdem über diese Anerkennung für sein enormes Engagement im Kampf für unsere Lebensqualität. Wir werden CASH noch mitteilen, wohin die Oskars geschickt werden sollen.........................

Erfahren Sie hier mehr über die "Volksinitiative für eine Realistische Flughafenpolitik"

 


 

20. April 2004

Neues Betriebsreglement erweist sich als Mogelpackung

 

Einsprachefrist bis 6. Mai 2004 nicht verpassen

Das neue Betriebsreglement von Unique soll alle 2001 erlassenen Änderungen zusammenfassten. Es liegt seit 22. März 2004 auf und bringt einige Änderungen für die Bevölkerung im Osten des Flughafens. Die nachfolgenden Punkte sind nicht abschliessend, aber trotzdem erschreckend. Für die Bürger Grund genug, um Einsprache zu erheben!

 

Dual-Landing vom Süden und Osten

Letztes Jahr noch vehement bestritten, steht es nun im neuen Betriebsreglement schwarz auf weiss: Gleichzeitiges Landen von Osten auf Piste 28 und Süden auf Piste 34 am Wochenende sowie an den Feiertagen morgens von 07:00 Uhr bis 09:00 Uhr. Aufgrund der Landekapazität will somit der Flughafen den Osten wieder für die Anflüge am Morgen öffnen!

Zusammen mit den neuen Schnellabrollwegen und dem Instrumentenlandesystem schafft sich Unique so die technische Voraussetzung, um 420'000 Flugbewegungen abzuwickeln, denn mit dem Dual-Landing steigt die Stundenkapazität auf 70 Bewegungen pro Stunde.

 

Flexible Pistenbenützung

Dies tönt noch nicht sehr beängstigend. Wenn man jedoch den Umweltverträglichkeitsbericht genau studiert, erkennt man, was dies für den Osten heissen wird. Südstarts (mit anschliessender Linkskurve über den Osten) sollen nicht nur bis 21:00 Uhr erlaubt sein, sondern neu bis 22:00 Uhr. Weiter will man mit einer "direkten Routenführung" die Starts nach Westen (Hauptstartpiste Richtung Rümlang) mit Zieldestination im Osten neu via Südstart (mit anschliessender Linkskurve über den Osten) abwickeln. Der Grund sieht Unique darin, dass damit der Kurvenflug über die Stadt Zürich wegfällt. Auf die gleiche Begründung unsererseits, Südstarts mit einer 360 Grad Ehrenrunde über den Osten bei Zieldestination Süden seien unsinnig, geht man nicht ein. Die Anzahl der Abflüge nach Westen, die bisher eine Linkskurve über die Stadt Zürich vollzogen, liegt bei 45'000. Gesamthaft kommt man somit auf über 70'000 Südstarts!

 

Wir empfehlen Ihnen dringend eingeschrieben Einsprache einzureichen. Die Frist läuft bis 6. Mai 2004. Das kostet lediglich fünf Franken Porto. Beziehen kann man diese Muster-Einsprache bei: Bürgerprotest Fluglärm Ost, Postfach 19, 8484 Weisslingen oder  Fluglärmsolidarität, Postfach 269, 8057 Zürich resp. im Internet auf den beiden Homepages www.fluglaerm-ost.ch und   www.fluglaermsolidaritaet.ch. Wer jetzt keine Einsprache macht, kann nachher bezüglich dem neuen prov. Betriebsreglement weder Rekurs beim UVEK einreichen, noch kann er diesbezüglich weitere rechtliche Schritte einleiten (z.B. Bundesgericht). Wer also diese Frist verpasst, kann sich später nie mehr gegen die neuen Regelungen wehren! . Es ist völlig egal, via welche Organisation Einsprache machen - Hauptsache Sie wehren sich für Ihre Lebensqualität.

 

Ralph Weidenmann, Bürgerprotest Fluglärm Ost

 


 

06. April 2004

Mahnwache an der Unique Generalversammlung am Kongresshaus in Zürich

 

Anlässlich der Unique Generalversammlung  haben am Dienstag, 6. April 2004 ca. 200 Personen an einer Mahnwache  vor dem Kongresshaus in Zürich teilgenommen.

 

Beim Eingang wurde ein Flugblatt  an die ankommenden Aktionäre verteilt welches diese darauf hinwies, dass auch sie eine Verantwortung wahrzunehmen haben. Die Shareholder müssen erkennen, dass Lebensqualität auch einen Wert hat und die Flugimmissionsbelastung der Bevölkerung nicht einfach zum Nulltarif zu haben ist.

 

Dies war die erste gemeinsame Aktion von      und   

 


 

14. März 2004

Unsere Meinung zum Sonntags-Zeitungsartikel vom 14.3.2004

 

Unverständlich, dass der Reporter der Sonntagszeitung, Christian Maurer, kurz nach Veröffentlichung des Unfallberichtes zum Absturz bei Bassersdorf seinen Artikel folgendermassen umschreibt: "Missachtung von Sicherheitsempfehlungen beim Südanflug". Dass der Absturz beim OSTANFLUG geschah und dabei viele Sicherheitsmassnahmen erst im NACHHINEIN umgesetzt wurden, davon ist hier keine Rede. Medienmässig besser verkauft sich halt immernoch die Stimmungsmache gegen den Südanflug. Dass es nie eine richtige Sicherheitsüberprüfung des Ostanfluges gab, davon wollte der Reporter weder in der Vergangenheit noch heute etwas berichten. So funktionieren halt die Medien; ob einem dies nun gefällt oder nicht.

 

Was wir aber anprangern, ist der Umgang mit dem Zahlenmaterial in der angefügten Grafik. Bereits mehrmals haben wir den Reporter auf die Fehler bei der "Anzahl betroffene Bevölkerung" hingewiesen. Wir haben sogar eine neue, von Unique erstellte Bevölkerungsgrafik geliefert. Leider bis heute ergebnislos. Für unsere Leser hier also nochmals die Fakten:

  1. Im Süden seien 210'000 betroffen. Diese Grafik gibt es tatsächlich; nur gilt diese Zahl für den Anflug auf Piste 34 UND Piste 32. Es umfasst also auch ein Gebiet, welches vom jetzigen Südanflug gar nicht betroffen ist.
     

  2. Auch die Zahl 89'000 Betroffener im Osten erscheint in dieser (bereits revidierten!) Unique-Grafik. Wie wir aber aufgedeckt haben, wurde der Sektor "Anflug Ost" kleiner gehalten als alle anderen Anflugkorridore. Ergebnis dieser "Manipulation" ist, dass exakt VOR der betroffenen Stadt Winterthur der Nordanflugkorridor beginnt. Winterthur hat alleine schon 90'000 Einwohner. Diese werden nun durch diesen Trick nicht dem Ostanflug zugerechnet. Betroffene Bevölkerungsteile verschwinden einfach.

Die angegebenen Dezibelzahlen bedürfen einer genaueren Erklärung. Erfasst werden diese Zahlen (und die Sonntagszeitung verweist als Quellenangabe hierauf) vom Deutschen Fluglärmdienst. Unter dem Projekt "Sonic" laufen verschiedene Messstellen, unter anderem auch in Schwamendingen, Gockhausen, Nürensdorf und Kloten. Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt vom Dachverband Fluglärmschutz (welchem wir demnächst angehören werden). Verschiedene Vorstandsmitglieder vom Verein "Bürgerprotest Fluglärm Ost" waren an der Realisierung von "Sonic" massgeblich beteiligt. Desshalb können wir uns hier auch auf Aussagen "erster Hand" berufen. Die Spitzenwerte in der Lärmbelastung beim Ostanflug wird vom Reporter mit 85 Dezibel angegeben. Für Nürensdorf, welches mit ca. 250-300 Meter überflogen wird, haben wir gespeicherte Daten, welche massiv über 90 Dezibel liegen. Da Kloten mit nur noch 70 Meter überflogen wird, kann sich jeder Leser selber ausmalen, wie hoch die Spitzen-Dezibelbelastung hier liegt.

 

Wir wollen hier keinen Dezibelwettbewerb vom Zaun brechen, denn auch 75 Dezibel morgens um 06:00 Uhr sind ein Grund dafür, dass man nicht weiterschlafen kann. Wir wollen auch keine neue Volkszählung; "wie viel Menschen fühlen sich von welchen Anflug betroffen?". Wir wollen lediglich den Artikel in der Sonntagszeitung für unsere Leser ins richtige Licht rücken. Dass dies in den Medien richtig gestellt wird, davon machen wir uns keine Illusionen. ....so funktionieren halt die Medien.
 


 

08. März 2004

Gekröpfter Nordanflug

 

Die Meldung vom Sonntag, der gekröpfte Nordanflug sei nicht weiterverfolgt worden, erstaunt uns nicht. Dieses "Schwarz-Peterspiel" zwischen Bern und Zürich kennen wir bereits seit mehr als 2 Jahren.

 

Unsere Forderung ist klar und eindeutig: alle möglichen An- und Abflugvarianten müssen geprüft und umgesetzt werden.

 

Die Folgen der verfahrenen Situation mit Deutschland trägt zurzeit die Bevölkerung im Osten und Süden des Flughafens. Wenn mit dem gekröpfte Nordanflug eine weitere Möglichkeit zur Verfügung steht, soll diese auch eingeführt werden. Wir erwarten vom Zürcher Regierungsrat, der ja auch im Verwaltungsrat von Unique sitzt, ein klares Zeichen.

 


 

04. März 2004

Aufruf zur Teilnahme an der Generalversammlung von Unique am 6.4.04

 

Wir empfehlen allen Aktionären, an der bevorstehenden GV von Unique teilzunehmen.

 

Unter dem Deckmantel des "Share-Holder-Values" bestreitet der Flughafen Zürich eine Expansionsstrategie, die vor allem zu Lasten der Zürcher Bevölkerung umgesetzt wird.

 

Wir wissen um die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens, sehen aber auch die unsinnigen Angebote der Airlines: Shopping in Berlin für CHF 39.--!

 

Als AktionärIn sind Sie MitbesitzerIn dieses Unternehmens. Es liegt auch an Ihnen, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Denn eines ist klar: Durch die direkte Subventionierung der Billig-Airline-Konkurrenz aus Deutschland beschleunigt Unique den Untergang des Home-Carriers Swiss!

 

Erheben Sie Ihre Stimme an der bevorstehenden Generalversammlung oder geben Sie uns eine Vollmacht. Wir werden diese Punkte fordern!

 

Damit Sie an der GV teilnehmen können, reicht es aus, eine einzige Aktie zu besitzen. Der aktuelle Kurs steht bei Fr. 93.-- Börsenkürzel UZAN, Valorennummer 1056796. Unbedingt bei der Bank verlangen, dass Sie ins Aktienregister eingetragen werden! Betreffend Minimumcourtage bei Börsenkäufen, bitte mit Ihrer Bank vorgängig abklären.

 

Die Generalversammlung findet am 6.4.2004 statt.

Für Vollmachtsvertretungen schreiben Sie uns ein Email an: info@fluglaerm-ost.ch wir werden mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

 


 

02. März 2004

Reduktion des Eigenmietwertes wegen Fluglärm

 

Der Verein "Bürgerprotest Fluglärm Ost"  empfiehlt den Immobilienbesitzern im Osten des Flughafens auf die Wertvernichtung durch den Fluglärm zu reagieren.

 

Trotz des negativen Regierungsratsentscheides bezüglich Senkung des Steuerwertes für Liegenschaften, empfehlen wir Ihnen folgendes Vorgehen:

Wir empfehlen Ihnen, den entstandenen Vermögensverlust nicht kampflos hinzunehmen und dies auch in der diesjährigen Steuererklärung klar zu deklarieren.

 

Wir werden Sie über das weitere Vorgehen laufend informieren.

 


 

26. Februar 2004

Ausbau der Luftaufsicht

 

Wir begrüssen die Aufstockung des Personals des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) um 60 Stellen.

 

Zusammen mit der Trennung innerhalb des Bundesamtes in einen Polit- und einen Sicherheitsbereich, sollte das Sicherheitsmanagement besser organisiert sein und unabhängiger agieren können.

 

Wir verlangen aber, dass die bisherigen Auflagen der gleichen Behörde bei den provisorischen Betriebsreglementen (2001-2003) nun endlich überprüft und bei Unique durchgesetzt werden. Darunter fallen beispielsweise eine sofortige Sicherheitsprüfung der Ostanflüge und die vom BAZL verlangten Schallschutzmassnahmen (Bern 18.10.01!).

 

Die Kosten der Personalaufstockung sollten selbstverständlich nach dem Verursacherprinzip gedeckt werden (Airlines, Flughafen).

 


 

18. Februar 2004

Neues Betriebsreglement

 

Einmal mehr hat der Flughafen Unique durch seine Arroganz und Ignoranz aufgezeigt, dass er nicht gewillt ist, der Bevölkerung rund um den Flughafen auch nur einen Schritt entgegen zu kommen. Das Anrecht auf Lebensqualität wird mit Füssen getreten und dem reinen Profitdenken geopfert.

 

Durch eine freiere Pistenbenützung soll die Nachtruhe für den Grossteil der Bevölkerung verkürzt werden !

Das neue Betriebsreglement umfasst unter anderem eine freie Pistenbenützung, die mit der Umsetzung der einseitigen Verordnung Deutschlands nichts zu tun hat. Dies bedeutet für die Bevölkerung östlich des Flughafens zusätzlichen Startlärm zwischen 06:00 Uhr bis 07:00 Uhr und zwischen 21:00 Uhr und 22:00 Uhr. Die gleichen Nachteile haben neu auch die Regionen westlich und südlich des Airports. Die Strategie dahinter ist klar: mit ca. 38 Starts ist die Stunde vor der Sperre der Südstarts (20:00 Uhr bis 21:00 Uhr), mit anschliessendem left turn über den Osten, die verkehrsreichste Stunde des ganzen Tages! Man will durch die Ausdehnung der Startzeit (neu bis 22:00 Uhr) die Abflüge zu einem grossen Teil auf diese neue Stunde verlagern.

 

Die von Unique "verlängerte" Nachtruhe ist in Tat und Wahrheit keine Verbesserung für die Bevölkerung sondern reine Augenwischerei.

Neu dauert die Nachtruhe bis 06:00 Uhr (vorher 05:30 Uhr), das erste Flugzeug darf allerdings, seit Einführung der Südanflüge im Oktober 2003, nicht vor 06:08 landen! Neu ist auch, dass die Nachtruhe bereits um 23:30 Uhr (inkl. Verspätungsabbau) anfängt. Dies entspricht auf dem Papier zwar einer Verbesserung von einer Stunde (vorher bis 00:30 Uhr), flugplanmässig findet jedoch nur eine Flugbewegung nach 23:00 Uhr statt (EL AL, Tel Aviv  um 23:15 Uhr).

 

Der neue Südstart dient nur der Kapazitätssteigerung und belastet neue Gebiet, die bereits viel Fluglärm zu erdulden haben.

Unique will das Abflugverfahren "Südstart left turn" verändern und die bekannte "Ehrenrunde" über den Osten etwas erweitern. Die Abflüge in Richtung Osten sollen neu über den Raum Effretikon - Tösstal verlegt werden. Eine Region, die durch die Ostanflüge und auch durch die Überflüge in niedriger Höhe zum Südanflug bereits sehr stark belastet ist. Wir fordern direkte Abflugwege in gerader Richtung. Nur dies macht ökologisch und ökonomisch Sinn. Die unsinnigen "Ehrenrunden" sind sofort abzuschaffen.

 

Mit der Verlagerung der Warteräume in die Schweiz und der dadurch bedingten neuen Luftraumstruktur sind zusätzliche Abflugstrassen im Osten geplant.

 

Das neue Betriebsreglement bringt weitere, massive Zusatzbelastungen und keinerlei Verbesserung für die Bevölkerung, die nun schon seit Jahren auf ein Zeichen des Entgegenkommens seitens des Flughafens wartet.

Damit beweist Unique einmal mehr, dass sie nichts gelernt hat und weiter an ihren unrealistischen Wachstumsphantasien festhält. Der Regierungsrat, mit seiner Sperrminorität im Unique Verwaltungsrat, hat einmal mehr seine Verantwortung für die Bevölkerung nicht wahrgenommen. Wer soll da noch Vertrauen in die angekündigte Mediation haben?